Zahnfüllungen / Inlays

Ein kariöser Defekt muß mit einer Füllung verschlossen werden.
In den letzten Jahren haben vor allem zahnfarbene, ästethische Füllungen an Bedeutung zugenommen und das bis dahin hauptsächlich im Seitenzahnbereich verwendete Amalgam abgelöst. Amalgam, ein Metallgemisch aus Quecksilber, Silber, Zinn, Kupfer und Zinkpulver wird aufgrund seiner möglichen Schadstoffbelastung immer wieder diskutiert. Für Kinder, Schwangere und stillende Mütter wird Amalgam grundsätzlich nicht mehr empfohlen.

Kunststofffüllungen

Kunststofffüllungen werden sowohl im Frontzahn als auch im Seitenzahnbereich empfohlen.
Kunststoffe werden in mehreren Schichten in den Zahn eingebracht und mit speziellem Licht ausgehärtet. Durch verschiedene Dentinadäsive (Haftvermittler) wird eine hohe Haftkraft des Kunststoffes im bzw. am Zahn erreicht. Das Einbringen einer Kunststofffüllung ist sehr zeit intensiv und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht in voller Höhe getragen. Die Kosten liegen je nach Größe und Aufwand zwischen 30,- und 60,- Euro.

Je nach Größe und Ausdehnung des Defektes kann dieser auch mit einer laborgefertigten Restauration versorgt werden, sogenannten Inlays. Diese gibt es entweder aus Gold oder aus Keramik. Der Halt von Inlays ist im Vergleich zu Füllungen wesentlich dauerhafter. In der Regel geht man von 15 - 20 Jahren aus.

Gold-Inlays

Gold Einlagefüllungen (Gold-Inlays) sind korrosionsbeständig, form stabil und funktionell und biologisch verträglich. durch die Fertigung im Labor sind sie sehr präzise und pass genau. Sie werden mit einem Phosphatzement in den Zahn eingebracht.

Keramik-Inlays

Diese zahnfarbenen Restaurationen sind durch die individuelle Farbgestaltung kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden. Keramik kommt in Stabilität und Härte der natürlichen Zahnsubstanz am nächsten.
Sie werden nach Fertigung vom zahntechnischen Labor mit speziellen Haftvermittlern und mit Kunststoff in den Zahn eingeklebt.

Auch der Halt von Keramik-Inlays wird im Durchschnitt bei 15 - 20 Jahren gesehen. An den Kosten für Gold- bzw. Keramik-Inlays beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit den Kosten für eine Amalgamfüllung. Der finanzielle Aufwand liegt je nach Größe und Ausführung zwischen 270,- und 350,- Euro.
Welche Versorgung im speziellen Fall zu empfehlen ist hängt zum großen Teil von der Lage und der Ausdehnung des Defektes ab. In einem ausführlichen Beratungsgespräch können die aufgezeigten alternativen im Einzelnen besprochen werden.

 

(c) 2006-2018 Dr. Antje Jung


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